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Damit ein sicherer Abzug der Abgase gewährleistet bleibt, werden Schornsteine überprüft und gereinigt. Insbesondere bei Feuerung mit festen Brennstoffen in offenen Kaminen, Festbrandöfen, Holz-Zentralheizungen usw. entsteht durch unvollständige Verbrennung Ruß, der sich im Schornstein bei Nichtentfernung entzünden und einen Schornsteinbrand bzw. genau genommen einen Rußbrand auslösen kann. Auch eine Verstopfung des Schornsteins (zum Beispiel durch Laub, Vogelnester oder altersbedingte Schäden am Schornstein) kann zu einer Gefahr werden, wenn es dadurch zu einem Abgasrückstau kommt.

Der Schornsteinfeger überprüft auch den Kohlenmonoxid-Gehalt (CO) im Abgas von Gasfeuerstätten. Kohlenmonoxid (oder Kohlenstoffmonoxid) ist ein unsichtbares, geruch- und geschmackloses Gas, das bereits in kleinen Mengen hochgiftig ist und ab einem Gehalt von 1000 ppm zu einer lebensbedrohlichen Gesundheitsgefährdung, die oft tödlich endet führen kann, wenn es in die Raumluft entweicht. Die zur Messung verwendeten elektronischen Messgeräte werden zweimal jährlich von einer zugelassenen Prüfungsstelle (oft in der jeweils zuständigen Schornsteinfegerinnung) kontrolliert.

Darüber hinaus misst der Schornsteinfeger auch den Abgasverlust einer Heizungsanlage (Abgasmessung). Dies ist die Wärme, die beim Betrieb der Feuerstätten teilweise ungenutzt durch den Schornstein verloren geht. Für den Abgasverlust einer Heizungsanlage gibt es Grenzwerte, die unter anderem von der Leistung der Anlage abhängen und deren Einhaltung vom Schornsteinfeger überprüft wird. Grundlage hierfür bildet in Deutschland das Bundesimmissionsschutzgesetz sowie die erste Verordnung zur Durchführung des Gesetzes (1. BImschV).

Der Abgasverlust ist jedoch kein Maß dafür, ob eine Heizungsanlage wirtschaftlich arbeitet. Andere Anlagenparameter, wie z. B. die Wahl der richtigen Heizkurve, der Jahresnutzungsgrad haben einen weitaus größeren Einfluss auf die Effizienz und damit der Kosten einer Zentralheizung.

Hinzu kommt noch die gesetzlich vorgeschriebene Feuerstättenüberprüfung (auch Feuerstättenbeschau genannt). Hierbei werden die einzelnen Feuerstätten einer visuellen Kontrolle, hinsichtlich der Zulässigkeit des Aufstellungsortes, des Brennstoffs usw. unterzogen. Auch die Abstände zu brennbaren Bauteilen, Decken, Wänden, Türen und Ähnliches wird überprüft. Im Zuge dieser Überprüfung soll auch der Kamin auf Fehlanschlüsse und brandgefährliche sowie bauliche Mängel untersucht werden. Die zeitlichen Abstände und die Pflicht, dies durchführen zu lassen, werden ebenfalls in den Landesgesetzblättern vorgeschrieben.